Nestor

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Ulysses - Chapter 2

Ulysses - Kapitel 2

Stephen stood before his students at Mr. Deasy's school, teaching history with a weary heart. The boys fidgeted in their seats, barely listening as he spoke of ancient battles and fallen empires. Their young faces showed no comprehension of the weight of history, the burden of the past.

Stephen stand vor seinen Schülern in Mr. Deasys Schule und unterrichtete Geschichte mit schwerem Herzen. Die Jungen zappelten auf ihren Sitzen herum und hörten kaum zu, als er von alten Schlachten und gefallenen Imperien sprach. Ihre jungen Gesichter zeigten kein Verständnis für das Gewicht der Geschichte, die Last der Vergangenheit.

"What is a pier, sir?" one student asked, confusing the lesson entirely.

"Was ist eine Pier, Sir?", fragte ein Schüler und brachte die Lektion völlig durcheinander.

Stephen sighed. How could he teach these privileged boys about suffering and loss? They knew nothing of poverty, nothing of grief. Their lives stretched before them, unmarked by tragedy.

Stephen seufzte. Wie konnte er diesen privilegierten Jungen etwas über Leid und Verlust beibringen? Sie wussten nichts von Armut, nichts von Trauer. Ihr Leben lag vor ihnen, ungezeichnet von Tragödien.

After class, Mr. Deasy summoned Stephen to his office. The old headmaster counted out Stephen's meager wages, coin by coin, lecturing him about thrift and responsibility. Deasy's worldview was simple: work hard, save money, trust in God and England.

Nach dem Unterricht rief Mr. Deasy Stephen in sein Büro. Der alte Schulleiter zählte Stephens kargen Lohn Münze für Münze ab und hielt ihm einen Vortrag über Sparsamkeit und Verantwortung. Deasys Weltanschauung war einfach: arbeite hart, spare Geld, vertraue auf Gott und England.

"The Jews are to blame for our troubles," Deasy declared suddenly, his face reddening. "They sinned against the light."

"Die Juden sind schuld an unseren Problemen", erklärte Deasy plötzlich, sein Gesicht rötete sich. "Sie haben gegen das Licht gesündigt."

Stephen listened politely, though he disagreed. He thought of the Jewish merchants in Dublin, hardworking and honest. Deasy's prejudice was born of ignorance, not wisdom.

Stephen hörte höflich zu, obwohl er nicht zustimmte. Er dachte an die jüdischen Kaufleute in Dublin, fleißig und ehrlich. Deasys Vorurteil entsprang Unwissenheit, nicht Weisheit.

"I have a letter about foot-and-mouth disease," Deasy continued, thrusting papers at Stephen. "Take it to the newspaper offices. Use your connections."

"Ich habe einen Brief über die Maul- und Klauenseuche", fuhr Deasy fort und drückte Stephen Papiere in die Hand. "Bring ihn zu den Zeitungsbüros. Nutze deine Verbindungen."

Stephen accepted the letter, knowing he would deliver it though he cared nothing for Deasy's agricultural concerns. He needed the money, needed this job, however much he despised it.

Stephen nahm den Brief entgegen, wissend, dass er ihn überbringen würde, obwohl ihn Deasys landwirtschaftliche Sorgen nicht kümmerten. Er brauchte das Geld, brauchte diesen Job, so sehr er ihn auch verachtete.

As he left the school, Stephen felt the weight of obligation pressing down upon him. He owed money to everyone, owed his time to Deasy, owed his life to expectations he could never fulfill.

Als er die Schule verließ, spürte Stephen das Gewicht der Verpflichtung auf sich drücken. Er schuldete jedem Geld, schuldete Deasy seine Zeit, schuldete sein Leben Erwartungen, die er niemals erfüllen konnte.