Sons and Lovers - Chapter 10
Söhne und Liebhaber - Kapitel 10
As Paul grew older, his relationship with his mother became more complicated. Gertrude had given all her love to her sons, and she expected their love and attention in return.
Als Paul älter wurde, wurde seine Beziehung zu seiner Mutter komplizierter. Gertrude hatte all ihre Liebe ihren Söhnen gegeben und erwartete im Gegenzug ihre Liebe und Aufmerksamkeit.
With William gone, Paul became the focus of all her hopes and dreams. She watched his every move, commented on everything he did, and seemed unable to let him make his own decisions.
Nachdem William fort war, wurde Paul zum Mittelpunkt all ihrer Hoffnungen und Träume. Sie beobachtete jede seiner Bewegungen, kommentierte alles, was er tat, und schien unfähig zu sein, ihn seine eigenen Entscheidungen treffen zu lassen.
"You should not spend so much time with Clara," she would say. "She is a married woman. It is not proper."
"Du solltest nicht so viel Zeit mit Clara verbringen", sagte sie. "Sie ist eine verheiratete Frau. Das schickt sich nicht."
Or, "Miriam is too serious for you. She will make your life sad."
Oder: "Miriam ist zu ernst für dich. Sie wird dein Leben traurig machen."
Paul felt trapped. He loved his mother, but her constant interference was suffocating.
Paul fühlte sich gefangen. Er liebte seine Mutter, aber ihre ständige Einmischung war erdrückend.
"Mother, I must live my own life," he said to her one day, trying to be gentle.
"Mutter, ich muss mein eigenes Leben leben", sagte er eines Tages zu ihr und versuchte sanft zu sein.
Gertrude looked at him, hurt in her eyes. "I only want what is best for you, Paul. I only want you to be happy."
Gertrude sah ihn an, Schmerz in ihren Augen. "Ich will nur das Beste für dich, Paul. Ich will nur, dass du glücklich bist."
But Paul wondered if she really knew what was best for him. She wanted him to be a gentleman, an artist, a successful man. She didn't know that he was struggling with his identity, with his desires, with the person he was becoming.
Aber Paul fragte sich, ob sie wirklich wusste, was das Beste für ihn war. Sie wollte, dass er ein Gentleman, ein Künstler, ein erfolgreicher Mann wird. Sie wusste nicht, dass er mit seiner Identität kämpfte, mit seinen Wünschen, mit der Person, die er wurde.
Walter, watching all this from the background, said little. He had learned long ago that it was no use to argue with Gertrude. She was a force that could not be stopped.
Walter, der all das aus dem Hintergrund beobachtete, sagte wenig. Er hatte vor langer Zeit gelernt, dass es keinen Sinn hatte, mit Gertrude zu streiten. Sie war eine Kraft, die nicht gestoppt werden konnte.
But he felt sympathy for his son. He saw the way Paul was pulled in different directions, the confusion in the young man's eyes.
Aber er empfand Mitgefühl für seinen Sohn. Er sah, wie Paul in verschiedene Richtungen gezogen wurde, die Verwirrung in den Augen des jungen Mannes.
"Let the boy be," Walter thought to himself. "Let him make his own mistakes."
"Lass den Jungen in Ruhe", dachte Walter bei sich. "Lass ihn seine eigenen Fehler machen."
The tension in the house grew. Gertrude's love for her son had become a burden, a heavy weight that Paul carried with him everywhere.
Die Spannung im Haus wuchs. Gertrudes Liebe zu ihrem Sohn war zu einer Last geworden, einem schweren Gewicht, das Paul überallhin mit sich trug.
He started spending more time away from home, looking for excuses to be elsewhere—working late, going for long walks, anything to escape the pressure of his mother's expectations.
Er verbrachte immer mehr Zeit außer Haus, suchte nach Ausreden, um woanders zu sein – spät arbeiten, lange Spaziergänge machen, alles, um dem Druck der Erwartungen seiner Mutter zu entkommen.