Sons and Lovers - Chapter 2
Söhne und Liebhaber - Kapitel 2
As Paul grew older, his connection with his mother became stronger. Gertrude saw in Paul a reflection of her own disappointed hopes. She had wanted to be an educated woman, to have intellectual interests, but her marriage had taken her away from all that.
Als Paul älter wurde, vertiefte sich seine Bindung zu seiner Mutter. Gertrude verließ sich auf ihn, wenn es um Gesellschaft und emotionale Unterstützung ging, und behandelte ihn eher wie einen Partner als wie einen Sohn.
Now she lived through Paul. She encouraged his drawing, his love of nature, his sensitive understanding of the world. In return, Paul loved his mother with a deep and almost romantic intensity.
Paul war stolz auf das Vertrauen seiner Mutter, aber es war auch eine schwere Last für einen kleinen Jungen. Er spürte ihre Traurigkeit und ihre Frustration, und er wollte sie glücklich machen.
"Mother is the only one who understands me," Paul thought.
"Ich werde mich um dich kümmern, Mutter", sagte er zu ihr. "Wenn ich groß bin, werde ich dich von hier wegbringen."
But this intense relationship began to worry Gertrude. She knew it was not healthy for a son to be so dependent on his mother. She tried to push him away, to make him more independent.
Gertrude lächelte, aber es war ein trauriges Lächeln. Sie wusste, dass die Welt nicht so einfach war.
"You must make friends," she told him. "You must spend time with people your own age."
Walter, der die enge Beziehung zwischen seiner Frau und seinem Sohn sah, fühlte sich ausgeschlossen. Er versuchte, sich mit Paul zu verbinden, aber seine rauen Methoden stießen den Jungen nur ab.
Paul tried, but he never felt comfortable with others. He always returned to his mother, seeking the understanding and comfort he could not find anywhere else.
"Komm mit mir, Junge", sagte Walter eines Tages. "Ich zeige dir, wie man arbeitet."
Meanwhile, William, the older brother, was different. He was outgoing and confident, popular at school. He seemed to have escaped the pull of his mother's intense love.
Aber Paul wollte nicht gehen. Er hatte Angst vor der dunklen, schmutzigen Welt der Mine, der Welt, die seinem Vater gehörte.
Gertrude was proud of William's success, but she also felt a strange sadness when he left home to work in London. Her house would be empty without him.
"Lass ihn in Ruhe, Walter", sagte Gertrude scharf. "Er ist nicht stark genug für diese Arbeit."
Paul watched his brother leave with mixed feelings. He admired William's independence, but he also resented how easily William could escape their mother's influence.
Walter wandte sich wütend ab. "Du machst ihn weich", murmelte er. "Du machst ihn zu einem Mädchen."
"I will never be free," Paul thought. "I will always be tied to Mother."
Paul hörte diese Worte und sie verletzten ihn. Er wollte kein Mädchen sein, aber er wollte auch nicht wie sein Vater sein. Er wollte wie seine Mutter sein—kultiviert, gebildet, anders.
And so the years passed, with Paul growing ever closer to his mother, while his father became more and more a stranger in their own home.
Dieser Konflikt zerriss Paul in zwei Hälften. Er liebte seinen Vater, trotz seiner Fehler, aber er liebte seine Mutter mehr. Er sah die Welt durch ihre Augen, urteilte über Menschen nach ihren Maßstäben.
Und so vergingen die Jahre, wobei Paul seiner Mutter immer näher kam, während sein Vater in seinem eigenen Zuhause immer mehr zu einem Fremden wurde.